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Reizdarmsyndrom

Schätzungsweise 10-20% der westeuropäischen Bevölkerung leidet an einem Reizdarmsyndrom.

Die Beschwerden sind vielfältig: Bauchschmerz, Blähungen, Stuhlverstopfung, Durchfall, Sodbrennen, Übelkeit, Müdigkeit und Schwäche.

In den durchgeführten Untersuchungen wie Ultraschall, Magen- und Darmspiegelung findet sich kein krankhafter Befund, die Beschwerden sind funktionell bedingt: Es liegt eine gestörte Funktion im Magen-Darmbereich vor. Wissenschaftliche Untersuchungen haben heute einige Erklärungen gebracht, so geht man z.B. von einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit des Nervensystems im Magen-Darmbereich aus, die Bewegung des Magen-Darms, die sogenannte Motilität, kann gestört sein, sie ist zum Beispiel zu langsam, zu schnell oder nicht koordiniert und stört so die Verdauungsvorgänge. Ein weiterer viel diskutierter Faktor ist eine Störung der Darmflora.

Einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Beschwerden wie das Reizdarmsyndrom verursachen und müssen zuvor ausgeschlossen sein.

Hierzu finden Sie im Folgenden einige Checklisten.

Bei der Behandlung des Reizdarmes ist die Beratung betr. Ernährung, Lebensstil, sowie die Erfassung psychischer Stressfaktoren sehr wichtig.

Bei der Behandlung können auch viele pflanzliche Präparate und probiotische Medikamente helfen, die sich in Studien und in der Praxis als wirksam erwiesen haben.

Um dies Ihnen zu erläutern bieten wir in unserer Praxis auf Anfrage ein Reizdarmseminar in kleinen Gruppen oder auch eine längere persönliche Beratung (Selbstzahlerleistung-Zeitfaktor ca. 1h) an.

Reizdarm und Psyche

Das Fachgebiet der Psychosomatik erforscht den Zusammenhang zwischen organischen Erkrankungen und psychischen Faktoren wie Stress, Angst und Depression.

Der Magen-Darm-Trakt hat ein hochentwickeltes, komplexes und sensibles neuronales Netzwerk und ist über dieses mit dem Gehirn verschaltet.

Von daher ist es natürlich, dass die oben genannten psychischen Faktoren und Erkrankungen sich besonders auf den Magen-Darm-Trakt in Form von Sodbrennen, Magenschmerzen, Stuhlproblemen, Blähungen auswirken. Umgekehrt führen organische Störungen im Magen-Darm-Trakt zu einer neuronalen Veränderungen im Gehirn und sekundär zu seelischen Begleitreaktionen (Depression zum Beispiel als ein Begleitsymptom der Zöliakie) sowie zu einer Gedächtnisbildung für bestimmte Schmerzzustände.

Unsere Praxis bietet keine Psychotherapie an, aber im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung kann auf Wunsch neben der gastroenterologischen Diagnostik ein Gespräch erfolgen, um diese Zusammenhänge im alltäglichen Leben und in Bezug auf ihre geschilderten Beschwerden zu erkennen und bewußt zu machen.

Nahrungsmittelintoleranzen

Fruktoseintoleranz

Checkliste Verdacht auf Fruktoseintoleranz :

Mindestens 1x pro Woche Bauchschmerz | ja | nein
Neigung zu Blähungen | ja | nein
Neigung zu Diarrhoen, schmieriger Stuhl | ja | nein
Beschwerden ca. 30- 120 Minuten nach Obst, Honig, Haushaltszucker | ja | nein
Beschwerden besonders nach Genuß von Apfel/Birnen Apfelsaft | ja | nein
Wenn ich Bonbons esse oder Kaugummi kaue, nehmen
die Beschwerden zu | ja | nein
Ich habe eine Abneigung gegen Süßes | ja | nein
Ich habe Depressionen/Antriebsminderung ja | ja | nein
Es besteht die Diagnose Reizdarm | ja | nein

Mehr als 6 Fragen positiv V.a. Fruktoseintoleranz

Selbsttest (nicht bei angeborener Fruktoseintoleranz)

250 ml klaren Apfelsaft morgens nüchtern trinken, dann zwei Stunden warten und in der Zeit nichts weiter essen und trinken. Der Verdacht besteht bei Auftreten von Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Bauchschmerz.

Bei Verdacht auf eine Fruktoseintoleranz sollte zur Bestätigung ein Fruktose-Atemtest durchgeführt werden.

Laktoseintoleranz

Verdacht auf Laktoseintoleranz:

Auch hier kann ein Selbsttest wie bei der Fruktose mit 250 ml Milch und sonst gleichem Ablauf erfolgen

Mindestens einmal pro Woche Bauchschmerzen | ja | nein
Immer wieder Diarrhoen oder schmieriger Stuhl | ja | nein
Beschwerden treten 1/2-3 Std nach einer Mahlzeit auf | ja | nein
Abneigung gegen Milch | ja | nein
Die Beschwerden nehmen nach Genuß von Milch zu | ja | nein
Beschwerden im Urlaub in südöstl. Ländern gebessert | ja | nein
Nahe Verwandte haben eine Laktoseintoleranz | ja | nein
Vorfahren aus dem Mittelmeerraum/Asien/Afrika | ja | nein

Mehr als 6 Fragen mit Ja- Verdacht auf Laktoseintoleranz

Bei Verdacht auf Laktoseintoleranz sollte zur Bestätigung ein entsprechender Laktose-Atemtest in unserer Praxis durchgeführt werden.

Histaminintoleranz

Checkliste Histaminintoleranz

A) Symptome:

Bauchschmerzen/ Bauchkrämpfe | ja | nein
Blähungen | ja | nein
Durchfall | ja | nein
Hautausschlag/ Juckreiz | ja | nein
Schnupfen | ja | nein
Augenbrennen | ja | nein
Schwindel | ja | nein
Müdigkeit | ja | nein
Kopfschmerz | ja | nein
Herzrasen | ja | nein
Rotes Gesicht | ja | nein

B) unverträgliche Lebensmitteln

Rotwein /Sekt | ja | nein
Käse | ja | nein
Fisch/Meeresfrüchte | ja | nein
Sauerkraut | ja | nein
Tomaten | ja | nein
Spinat | ja | nein
Nüsse | ja | nein
Pizza | ja | nein
Fertigprodukte | ja | nein
Salami, roher Schinken | ja | nein
Ananas | ja | nein
Erdbeeren | ja | nein
Banane | ja | nein

Je mehr Antworten mit JA um so größer die Wahrscheinlichkeit einer Histaminintoleranz

Getreideunverträglichkeit, Zöliakie, Glutensensitivität

Zu den typischen Erkrankungen durch Getreide gehört zum einen die klassische Weizenallergie, diese wird durch einen Allergologen festgestellt, zum anderen die Zöliakie durch Unverträglichkeit von Gluten. Letztere wird in unserer Praxis mit einer Antikörperbestimmung und Magenspiegelung mit Entnahme einer Dünndarmprobe untersucht.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei einigen Patienten nicht das klassische Bild einer Zöliakie vorliegt (negative Antikörper und unauffällige Probe aus dem Zwölffingerdarm), trotzdem aber glutenhaltige Produkte nicht vertragen werden. Hier wird von einem „glutensensitiven Reizdarmsyndrom“gesprochen.

Ein Selbsttest kann bei Verdacht auf ein glutensensitives Reizdarmsyndrom helfen:

14-tägige Phase mit glutenreicher Ernährung gefolgt von einer Phase mit einer mindestens 14-tägigen glutenfreien Kost. Die Beschwerden und das Befinden in den beiden Testphasen werden aufgeschrieben und verglichen.

Atemtest

Für die Durchführung der Atemteste müssen Sie nüchtern am Morgen kommen, sollten am Tag vorher bereits keine Laktose/ Fruktose (je nach Test) gegessen haben. Es sollte mindestens 4 Wochen vorher keine Antibiotikatherapie oder eine Darmspiegelung erfolgt sein. Bitte die Zähne am Morgen etwas reinigen, keine Haftcreme für Prothesen benutzen, keine Zahnpasta schlucken und den Mund nur ausspülen. Am Morgen nicht rauchen.

Die Untersuchung dauert 2 Stunden, Sie atmen nach Verabreichung der Testsubstanz alle 15 Minuten in ein Messgerät.

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